Schienensystem Beleuchtung bei der Renovierung: Wann lohnt sich eine Stromschiene?

von HausBlogRedaktion

Wenn die Decke bei der Renovierung offen ist, kannst du bereits eine praktische Beleuchtung planen. Dabei kannst du dich die Frage stellen: einzelne Stromauslässe oder lieber eine Stromschiene?

  1. Wann lohnt sich eine Stromschiene und wann nicht?
  2. Welche Schienensysteme gibt es?
  3. Was geht ohne Deckendurchbruch?
  4. Was kostet ein Schienensystem wirklich?
  5. Montage – was kannst Du selbst machen?
  6. Fazit

Ein Schienensystem für die Beleuchtung bietet mehr Flexibilität im Alltag. Allerdings eignet sich diese Lösung nicht für jeden Raum. In diesem Artikel zeigen wir dir, wann sich eine Schiene lohnt und wann einzelne Auslässe sinnvoller sind.

Wann lohnt sich eine Stromschiene und wann nicht?

Grundsätzlich ist eine Stromschiene eine praktische Lösung, wenn Du mehrere Leuchten einsetzen oder ihre Position später verändern möchtest. Strahler lassen sich auf der Schiene problemlos verschieben. Bei Bedarf können sie auch ergänzt oder neu ausgerichtet werden. Eine Stromschiene kann Dir dabei helfen, auch größere und offene Räume funktional zu beleuchten. Wenn Du aber nur wenige feste Lichtpunkte brauchst, reichen einzelne Deckenauslässe in der Regel völlig aus. Sie wirken unauffälliger und sind eine praktischere Lösung, wenn Du die Raumaufteilung später nicht mehr verändern möchtest.

Welche Schienensysteme gibt es?

Es gibt drei gängige Varianten der Schienensysteme: 1-Phasen-Schienen, 3-Phasen-Schienen und 48-V-Magnetschienen. Eine 1-Phasen-Schiene arbeitet mit einem Stromkreis, sodass alle Leuchten gemeinsam geschaltet werden. Bei einer 3-Phasen-Schiene stehen dagegen drei getrennt schaltbare Kreise zur Verfügung. Ein Schienensystem Beleuchtung mit 3-Phasen-Technik bietet also mehr Möglichkeiten bei größeren oder unterschiedlich genutzten Räumen.

Eine magnetische Schienenbeleuchtung arbeitet mit 48 V und benötigt zusätzlich ein Netzteil. Sie ist in der Regel schmaler. Hervorzuheben ist, dass sich Leuchten verschiedener Marken sich nicht beliebig miteinander kombinieren lassen. Die wichtigsten Unterschiede zwischen den drei Systemen zeigt Dir die folgende Tabelle auf einen Blick:

1-Phasen 230 V 3-Phasen 230 V Magnetschiene 48 V
Getrennt schaltbare Kreise 1 3 1
Netzteil nötig nein nein ja
Profilbreite ca. 35 mm ca. 35 mm ab 20 mm
Marken mischbar ja (Eurostandard) ja (Eurostandard) nein
Schienenpreis pro Meter 13–32 € 22–36 € 18–45 €

Was geht ohne Deckendurchbruch?

Wenn Du die Decke nicht aufstemmen möchtest, kommen vor allem Aufputz- und abgependelte Schienen infrage. Sie lassen sich sichtbar an der Decke montieren. Aufputzschienen ragen etwa 4 bis 6 cm von der Decke ab. In Räumen mit einer Höhe unter 240 cm können sie daher den Raum optisch niedriger wirken lassen.

Eine Unterputzlösung ist dann möglich, wenn eine abgehängte Decke vorhanden ist oder geplant wird. Bei der Planung der Montage muss man auch das Gewicht einer Schine berücksichtigen. Vier Meter Schiene mit fünf Strahlern wiegen etwa 4 bis 8 kg. Bei Gipskarton brauchst Du deshalb geeignete Hohlraumdübel oder eine Befestigung am Tragprofil.

Was kostet ein Schienensystem wirklich?

Nicht nur der Preis für eine Schiene ist wichtig. Je nach System kommen Verbinder, Leuchten und bei einer 48-V-Magnetschiene zusätzlich ein Netzteil dazu. Eine Schiene kostet etwa 13–32 € pro Meter bei 1-Phasen-Systemen, 22–36 € bei 3-Phasen-Systemen und 18–45 € bei Magnetschienen.

Für ein 48-V-Netzteil musst Du mit rund 44 € bei 100 W und etwa 65 € bei 150 W rechnen. Die Leistung sollte der Summe aller Leuchten plus rund 20 % Reserve entsprechen. Auch Lampen für Stromschienen machen einen wichtigen Teil der Gesamtkosten aus, besonders wenn mehrere Strahler geplant sind.

Montage – was kannst Du selbst machen?

Einige Arbeiten rund um die Montage der Stromschienen kannst Du selbst durchführen. Dazu gehören z. B.:

  • Die Position der Schiene festlegen;
  • Abstände ausmessen und Bohrpunkte markieren;
  • Die Schiene nach Herstellerangaben mechanisch befestigen;
  • Leuchten einsetzen und ausrichten.

Beim elektrischen Anschluss endet die Eigenleistung jedoch. Der Anschluss an 230 V gehört in die Hand einer Elektrofachkraft. Das gilt auch dann, wenn die Schiene bereits montiert ist und nur noch mit dem Stromnetz verbunden werden muss.

Fazit

Eine praktische Stromschiene ist vor allem dann sinnvoll, wenn Du mehrere Leuchten flexibel einsetzen möchtest. Wenn Du jedoch weniger Lichtpunkte planst, machst Du mit unauffälligeren Deckenauslässen nichts falsch. Wichtig ist vor allem, die Beleuchtung schon während der Renovierung zu planen.

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