Fußleisten richtig planen: Übergänge, Fugenbild und Schutz in Altbau und Neubau

von HausBlogRedaktion

Nach dem Streichen, Verlegen des Bodens und Aufräumen kommt oft der Moment, in dem der Raum trotzdem noch „unfertig“ wirkt. Oft liegt das daran, dass die Übergänge zwischen Wand und Boden noch zeigen, wo etwas nicht stimmt, wo kleine Ungenauigkeiten, Dehnfugen oder optische Brüche sind. Fußleisten sind deshalb nicht nur Dekoration, sondern vielmehr ein wichtiges Bauteil, das nicht nur schützt, sondern auch abschließt und führt.

Welche Leistenhöhe zum welchem Raum passt

Die Höhe der Fußleiste verändert die Proportionen eines Raumes viel mehr, als man denkt. In Altbauten mit sehr hohen Decken wirken sehr niedrige Leisten verloren. In Neubauten mit Standarddecken können dagegen sehr hohe Sockelleisten bei kleinen Grundrissen schnell zu dominant wirken. Am besten hilft hier ein einfaches Probieren. Ein Stück Leiste an die Wand halten, aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten, auch mit Türen und Möbeln im Hintergrund, auch in Abstimmung mit Türzargen und evtl. Heizkörpernischen.

Wenn Zargen sehr breit sind und die Leiste hingegen deutlich schmaler erscheint, kann dies schnell zu einem unruhigen Übergang führen. Bei der Planung muss auch die Wahl des Materials sowie der Ausführung berücksichtigt werden. Wer Antworten auf diese Fragen sucht, wird in Sortimenten, wie zum Beispiel den Fußleisten von Leistenhammer, fündig, ohne sich dabei auf einen bestimmten Stil festlegen zu müssen.

Materialwahl

Die Materialwahl ist nicht nur eine Frage des Geschmacks. MDF-Leisten erfreuen sich großer Beliebtheit, sie sind formstabil und gut lackierbar. Sie sind bestens für trockene Räume und tragfähige Untergründe geeignet. Massivholzleisten haben ein anderes haptisches Erlebnis und eine sehr robuste Verarbeitung, zeigen sich aber empfindlicher gegenüber klimatischen Veränderungen. Gut passen sie zu Holzböden, wenn ein naturalistischer Eindruck erzeugt werden soll. Im feuchten Bereich und an stark beanspruchten Stellen, im Flur und in Nebenräumen, wo auch mal öfter gewischt wird, haben Kunststoffleisten Vorteile, wirken aber je nach Profil etwas technischer.

In Küchen hilft pragmatisches Denken. Hier haben Spritzwasser, Putzmittel und mechanische Beanspruchung eine positive Antwort: widerstandsfähige Oberflächen. Das Thema Kabelkanal hängt am Material. Viele Systeme haben entsprechende eingebaute Kanäle, was nützlich ist, wenn nachträglich das Netzwerk oder die Lautsprecher verkabelt werden sollen. Wer das erst nach dem Einzug plant, sieht sich bei der Erledigung meist über die sich zeigenden Leitungen ärgern.

Ecken, Gehrungen und schiefe Wände als Realitätscheck

Die schönste Leiste macht keinen Spaß, wenn Ecken und Anschlüsse nicht gut gemacht sind. Im Neubau ist die Wand selten perfekt im Winkel. Im Altbau fast nie. Und schon sind die klassischen 45 Grad Gehrungen auf dem besten Weg zur Fehlerquelle. Der Winkel stimmt nicht? Offene Fugen sind die Folge. Und die sieht das Auge sofort.

Die Lösung sind Innen- und Außenecken mit Eckstücken, sofern das System dafür eingerichtet ist. Das sieht nicht in jedem Stil gleich gut aus, kann aber bei schneller Montage und hoher Wiederholgenauigkeit Vorteile haben. Oder der Winkel wird vor Ort geschickt angepasst, was sauberes Arbeiten und Erfahrung verlangt. Ein weiteres Thema sind die Übergänge zu Türzargen. Leisten müssen dort bündig und logisch enden. Zargen stehen über? Die Wand ist schief? Hier hilft oft nur die saubere Anpassung.

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