Wände sind die Gestaltungsträger eines jeden Hauses und auf ihnen hängt mehr Atmosphäre als an vielen anderen Plätzen. Sie bestimmen Licht, räumliche Tiefe, den Gesamteindruck des Raumes und damit auch dessen Verwendung.
Während früher die Wände in erster Linie Tapeten und einfarbige Anstriche trugen, stehen heutigen Bauherren und Renovierern eine Vielzahl von technischen und gestalterischen Möglichkeiten zur Verfügung. Moderne Wandgestaltung verbindet also auch hier Design mit Funktionsfähigkeit, Langlebigkeit und Pflegeleichtigkeit.
Materialien im Vergleich: Von Mineralwerkstoffen bis Glas
Der Werkstoff ist entscheidend für Wirkung und Nutzen. In Wohnräumen werden häufig mineralische Putze oder Oberflächen aus Kalk verwendet, die das Raumklima regulieren und eine matte, natürliche Optik besitzen. In Küchen und Bädern ist dagegen Widerstandskraft gefordert. Hier sind es vor allem Glasrückwände, die durch eine geschlossene Oberfläche bestechen. Da kein Wasser aufgenommen wird, sind sie auch besonders leicht zu reinigen. Glas verstärkt Raumeindruck und Tiefe durch seine Spiegelung.
Robust sind auch Aluminium-Verbundplatten oder hochwertige Polymerwerkstoffe, die in vielen Varianten, bis hin zu persönlichem Druck oder Strukturierung erhältlich sind. So setzen Hersteller wie die ESCHBACH EUROPE GMBH auf passgenau gefertigte Wandpaneele, die sowohl schön als auch funktional sind. Wichtig sind hier UV-Beständigkeit, Temperaturbeständigkeit und Maßhaltigkeit.
Funktion plus Gestaltung
Moderne Wandlösungen können mehrere Dinge zugleich leisten. In der modernen Küche schützen sie beispielsweise die Wand hinter Herd und Spüle vor Spritzern und Hitze. Im Bad halten sie Feuchtigkeit davon ab, in tragende Bauteile einzudringen und fungieren gleichzeitig auch als gestalterisches Element.
Durch digitale Druckverfahren sind individuelle Motive, Farbverläufe oder strukturierte Oberflächen möglich, wodurch sich Räume personalisieren lassen, ohne dass gleich Fliesenlegerarbeiten oder mehrschichtige Anstriche erforderlich sind. Gerade im Neubau werden großflächige Wandpaneele zunehmend wichtiger, denn sie schaffen fugenarme Wandflächen, was für weniger Reinigungsaufwand und geringere Schimmelgefahr sorgt. Und auch im Wohnbereich tun sich neue Möglichkeiten auf. Metallische Flächen reflektieren nicht nur das Licht, sie setzen auch Akzente. Mattiertes Glas schafft Ruhe und Modernität. Wichtig ist die Abstimmung auf Bodenbeläge und Möbel sowie auf das Lichtkonzept.
Technische Kriterien beachten
Neben der Optik sind auch technische Kriterien zu beachten. Dazu gehören:
- Feuchtigkeitsbeständigkeit
- Kratz- und Stoßresistenz
- Hitze- und Kälteresistenz
- Pflegeleichtigkeit
- Montageverfahren
Bei einer Renovierung muss auch der Untergrund untersucht werden. Viele Systeme lassen sich ohne großen Aufwand direkt auf die alten Fliesen aufbringen. Das spart Zeit und Kosten. Einige aber verlangen eine perfekt ebene, vorbehandelte Fläche.
Zertifikate und Prüfsiegel geben zusätzliche Sicherheit. Produkte, die auf Emission geprüft sind, schützen das Raumklima. Der Gedanke an das »Öko« gewinnt auch hier mehr Gewicht. Recycelbare Materialien, energiesparende Produktionsvorgänge werden bei Neubauten mehr und mehr berücksichtigt.
Planung im Gesamtkonzept
Wandgestaltung ist kein Selbstzweck und steht stets in Wechselwirkung zu Beleuchtung, Raumgröße und Nutzungszweck. Helle, reflektierende Wandflächen erweitern kleine Räume optisch, dunkle, strukturierte Materialien wirken dagegen einengend und kontrastierend tief. Wer sorgfältig plant, vermeidet Fehlentscheidungen. Musterflächen, Collagen oder Computerbilder helfen bei der Auswahl. Wer frühzeitig Materialart und -farbe, Montageweise und Pflegeaufwand in seine Überlegungen einbezieht, kommt rechtzeitig zu einem harmonischen Ergebnis. Wandgestaltung ist moderne, kreative Architektur und keine banale Dekoration. Sie hat technische Aufgaben zu erfüllen, sollte aber auch wirkungsvoll und schön sein. Sie bestimmt wesentlich die Qualität eines Eigenheimes mit.