Die Monstera, auch Fensterblatt genannt, zählt zu den beliebtesten Zimmerpflanzen weltweit. Mit ihren charakteristischen, tief eingeschnittenen Blättern bringt sie tropisches Flair in jedes Zuhause und ist im Urban Jungle kaum wegzudenken.
Doch auch diese robuste Pflanze bleibt nicht vor Problemen verschont – insbesondere Pilzbefall kann der Monstera schwer zusetzen. In diesem Blogartikel erfährst du, wie du Pilzbefall erkennst, welche Ursachen dahinterstecken und wie du deine Monstera effektiv schützt und behandelst.
Warum ist die Monstera anfällig für Pilzbefall?
Obwohl die Monstera als pflegeleicht gilt, ist sie – wie viele andere Zimmerpflanzen – empfindlich gegenüber bestimmten Umweltbedingungen. Pilzsporen sind überall in der Luft vorhanden. Erst wenn das Pflanzenmilieu ungünstig wird, können sie sich ausbreiten und Schaden anrichten. Besonders häufig treten Pilzerkrankungen auf, wenn das Substrat dauerhaft zu feucht ist, die Luftzirkulation schlecht oder die Pflanze geschwächt ist.
Hauptursachen für Pilzbefall bei der Monstera:
- Staunässe: Zu häufiges Gießen oder ein schlecht durchlässiges Substrat führen zu stehender Nässe im Topf. Pilze lieben diese feuchten Bedingungen.
- Hohe Luftfeuchtigkeit: In Kombination mit wenig Luftbewegung begünstigt dies das Wachstum von Pilzsporen.
- Verletzungen: Beschädigte Blätter oder Wurzeln bieten Pilzen eine ideale Angriffsfläche.
- Geschwächte Pflanzen: Mangelnde Nährstoffe, falscher Standort oder Schädlingsbefall schwächen die Monstera und machen sie anfälliger für Krankheiten.

GolF2532/shutterstock.com
Typische Pilzerkrankungen bei der Monstera
Es gibt verschiedene Pilzarten, die Monstera-Pflanzen befallen können. Zu den häufigsten zählen:
- Blattfleckenkrankheit (z. B. durch Cercospora, Septoria oder Alternaria):
Diese Pilze verursachen braune, schwarze oder gelbliche Flecken auf den Blättern, oft mit einem gelben Hof. Im fortgeschrittenen Stadium können die Flecken zusammenfließen und das Blattgewebe absterben lassen. - Wurzelfäule (meist durch Pythium, Phytophthora oder Fusarium):
Hierbei handelt es sich um besonders gefährliche Pilze, die die Wurzeln befallen. Die Pflanze wirkt schlaff, obwohl das Substrat feucht ist. Die Wurzeln sind weich, braun und riechen unangenehm. - Echter und Falscher Mehltau:
Beide zeigen sich durch einen weißlichen, mehligen Belag auf den Blattoberflächen. Echter Mehltau bevorzugt trockene Luft, während Falscher Mehltau bei hoher Luftfeuchtigkeit auftritt.
Symptome: So erkennst du Pilzbefall
Die Symptome hängen von der Art des Pilzes ab, aber es gibt einige Warnsignale, auf die du achten solltest:
- Verfärbungen: Gelbe, braune oder schwarze Flecken auf den Blättern.
- Blattabwurf: Die Monstera verliert vermehrt Blätter.
- Weiche, matschige Wurzeln: Ein klares Zeichen für Wurzelfäule.
- Weißer Belag: Mehltau zeigt sich durch einen pudrigen Film auf den Blättern.
- Wachstumsstopp: Die Pflanze wächst nicht mehr oder wirkt insgesamt schwach.
Was kann man dagegen tun?
- Isoliere die betroffene Pflanze:
Stelle die Monstera sofort von anderen Pflanzen weg, um eine Ausbreitung zu verhindern. - Entferne befallene Pflanzenteile:
Schneide alle sichtbar erkrankten Blätter und Wurzeln mit einem sauberen, scharfen Messer ab. Entsorge diese im Hausmüll, nicht auf dem Kompost! - Überprüfe das Substrat:
Ist die Erde sehr feucht oder riecht muffig, topfe die Pflanze in frisches, durchlässiges Substrat um. Kontrolliere die Wurzeln gründlich und entferne alle fauligen Stellen. - Verbessere die Pflegebedingungen:
– Gieße nur, wenn die obere Erdschicht trocken ist.
– Sorge für gute Luftzirkulation (z. B. durch einen Ventilator oder einen offenen Standort).
– Vermeide Wasser auf den Blättern.
– Dünge maßvoll, um die Pflanze zu stärken. - Optional: Fungizide einsetzen:
Bei starkem Befall kann ein geeignetes Fungizid aus dem Fachhandel helfen. Beachte dabei unbedingt die Herstellerangaben und trage Handschuhe.

Pixel-Shot/shutterstock.com
Richtig vorbeugen: Tipps für gesunde Monsteras
Vorbeugen ist besser als heilen! Mit diesen Maßnahmen kannst du das Risiko eines Pilzbefalls deutlich senken:
- Gießverhalten anpassen: Gieße lieber zu wenig als zu viel. Die Monstera verträgt kurze Trockenphasen besser als Staunässe.
- Passendes Substrat: Nutze lockere, gut durchlässige Erde (z. B. mit Perlite oder Blähton).
- Standortwahl: Helle, luftige Plätze ohne direkte Mittagssonne sind ideal.
- Regelmäßige Kontrolle: Untersuche Blätter und Wurzeln regelmäßig auf Anzeichen von Krankheiten.
- Saubere Werkzeuge: Desinfiziere Scheren und Messer vor dem Schneiden.
Fazit
Pilzbefall ist ein ernstzunehmendes Problem für die Monstera, aber mit etwas Aufmerksamkeit und den richtigen Maßnahmen kannst du deine Pflanze retten und schützen. Achte auf die typischen Symptome, handle schnell und passe deine Pflege an – so bleibt deine Monstera lange gesund und ein echter Blickfang in deinem Zuhause.
Tipp: Wenn du regelmäßig Probleme mit Pilzbefall hast, lohnt sich ein Blick auf die Luftfeuchtigkeit und das Gießverhalten. Oft sind kleine Veränderungen schon ausreichend, um deine Monstera dauerhaft zu stärken!