Weiße Spinnen im Keller: Was steckt dahinter?

von HausBlogRedaktion
spinnennetz im keller

Der Keller ist für viele Hausbesitzer ein Ort, der selten betreten wird – und genau das macht ihn für zahlreiche Tiere, insbesondere für Spinnen, so attraktiv. Während die meisten von uns an die klassischen, dunklen Winkelspinnen denken, tauchen immer öfter Fragen zu weißen Spinnen im Keller auf.

Was hat es mit diesen auffälligen Krabbeltieren auf sich? Sind sie gefährlich? Und wie kann man sie wieder loswerden? In diesem Artikel erfährst du alles Wissenswerte rund um das Thema.

Was sind weiße Spinnen überhaupt?

Weiße Spinnen sind im eigentlichen Sinne keine eigene Art, sondern vielmehr eine Beschreibung ihres Aussehens. Tatsächlich gibt es mehrere Spinnenarten, die weiß oder sehr hell erscheinen können. Häufig handelt es sich dabei um:

  • Weiße Sackspinnen (Cheiracanthium mildei): Diese Art ist in Europa weit verbreitet und fällt durch ihre blassgelbe bis fast weiße Färbung auf.
  • Krabbenspinnen (Thomisidae): Sie sind meist draußen anzutreffen, können aber gelegentlich auch in Kellerräume gelangen. Ihr Körper ist oft weiß oder cremefarben.
  • Junge Spinnen: Viele Spinnenarten sind als Jungtiere deutlich heller und können fast weiß wirken, bevor sie mit der Zeit dunkler werden.

Die Farbe kann also durch die Art selbst, das Alter der Spinne oder auch durch Häutung entstehen.

Warum sind weiße Spinnen im Keller zu finden?

Kellerräume bieten ideale Bedingungen für Spinnen: Es ist feucht, dunkel und es gibt wenig Störungen durch Menschen. Weiße Spinnen bevorzugen meist Orte, an denen sie sich gut verstecken können – hinter Kisten, in Mauerritzen oder unter Regalen. Zudem finden sie dort genügend Nahrung, wie kleine Insekten oder andere Kellerbewohner.

Einige mögliche Gründe für das Auftauchen weißer Spinnen im Keller:

  • Feuchtigkeit: Viele Spinnenarten, darunter auch die weißen, lieben ein feuchtes Klima. Kellerräume sind dafür prädestiniert.
  • Nahrungsangebot: Wo viele Insekten sind, sind Spinnen nicht weit. Keller bieten oft ein reiches Futterangebot.
  • Schutz vor Fressfeinden: Im Keller gibt es weniger natürliche Fressfeinde, was Spinnen einen sicheren Lebensraum bietet.
weiße spinne

donikz/shutterstock.com

Gefährlich oder nicht?

Die gute Nachricht zuerst: Die meisten weißen Spinnen, die du im Keller findest, sind völlig harmlos. Sie sind weder aggressiv noch giftig für den Menschen. Die weiße Sackspinne (Cheiracanthium mildei) kann zwar beißen, ihr Biss ist aber selten und verursacht meist nur leichte Hautreizungen, ähnlich einem Mückenstich.

Wichtig zu wissen:

  • Keine Gefahr für Haustiere: Auch für Hunde, Katzen oder andere Haustiere stellen die meisten weißen Spinnen keine Gefahr dar.
  • Nützliche Mitbewohner: Spinnen helfen sogar dabei, andere Schädlinge in Schach zu halten, da sie Fliegen, Mücken und andere kleine Insekten fressen.

Erkennenungsmerkamle im Überblick

Weiße Spinnen fallen meist durch ihre helle Färbung auf. Sie sind oft kleiner als die bekannten Hauswinkelspinnen und bewegen sich sehr flink. Typische Merkmale sind:

  • Farbe: Weiß bis blassgelb, manchmal mit leichtem Glanz.
  • Größe: Meist zwischen 5 und 12 Millimeter Körperlänge.
  • Körperbau: Je nach Art eher schlank (Sackspinnen) oder gedrungen (Krabbenspinnen).
  • Verhalten: Sie verstecken sich tagsüber und werden erst in der Dämmerung aktiv.

Ein genauer Blick hilft, die Spinnenart zu bestimmen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann ein Foto machen und es einem Experten (z. B. im Internet oder bei einer lokalen Naturschutzorganisation) zeigen.

Was tun bei einem Spinnenbefall im Keller?

Auch wenn Spinnen nützlich sind, möchten viele Menschen sie nicht in ihrem Zuhause haben. Hier einige Tipps, wie du weiße Spinnen im Keller loswirst oder ihre Ausbreitung verhinderst:

Keller sauber halten

Regelmäßiges Reinigen und Aufräumen nimmt den Spinnen Versteckmöglichkeiten. Besonders wichtig: Ecken, Regale, hinter Kisten und unter Möbeln.

Feuchtigkeit reduzieren

Lüfte den Keller regelmäßig und verwende ggf. einen Luftentfeuchter. So wird das Klima für Spinnen und andere Insekten unattraktiver.

Zugänge abdichten

Überprüfe Fenster, Türen und Lüftungsschächte auf Ritzen und Spalten. Dichte diese ab, um das Eindringen von Spinnen zu verhindern.

Spinnen umsiedeln

Wer Spinnen nicht töten möchte, kann sie vorsichtig mit einem Glas und einem Blatt Papier einsammeln und draußen freilassen.

Hausmittel und Sprays

Natürliche Mittel wie Lavendelöl, Essig oder Minzöl können helfen, Spinnen fernzuhalten. Es gibt auch spezielle Spinnensprays im Handel – diese sollten aber sparsam und möglichst umweltfreundlich eingesetzt werden.

Wann sollte man einen Experten rufen?

In seltenen Fällen kann es zu einem massiven Spinnenbefall kommen, etwa wenn der Keller lange ungenutzt war oder sehr feucht ist. Wenn du das Gefühl hast, die Situation nicht mehr im Griff zu haben, lohnt sich der Anruf bei einem Schädlingsbekämpfer. Auch bei Unsicherheiten bezüglich der Spinnenart oder bei allergischen Reaktionen nach einem Biss ist professionelle Hilfe ratsam.

Fazit: Weiße Spinnen im Keller – kein Grund zur Panik

Weiße Spinnen im Keller sind meist harmlos und sogar nützlich. Sie zeigen, dass dein Keller ein gutes Ökosystem bietet – allerdings auch für andere Insekten. Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du die ungebetenen Gäste vertreiben oder zumindest ihre Zahl reduzieren. Wichtig ist, Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen: Die meisten Spinnen sind für den Menschen völlig ungefährlich und leisten sogar einen wertvollen Beitrag zur natürlichen Schädlingsbekämpfung.


Tipp: Wenn du regelmäßig Probleme mit Spinnen hast, kann es helfen, das Thema mit Humor zu nehmen – und vielleicht entdeckst du ja sogar die eine oder andere faszinierende Seite an den kleinen Achtbeinern!

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