Von Mai bis Oktober erfreuen sich die Margeriten großer Beliebtheit in Gärten, auf Terrassen und Balkonen. Nicht nur entfalten sie in den warmen Monaten eine wundervolle Blütenpracht, sie sind auch äußerst pflegeleicht. Wird es jedoch kälter, stellt sich die Frage, wie sie am besten überwintern können. Und welche Margeriten-Arten dafür geeignet sind.
Gibt es winterharte Margeriten?
Viele Margeriten haben es tatsächlich nicht nötig, den Winter über in der warmen Wohnung verbringen zu müssen. Sie gedeihen in unseren Breitengraden und sind deshalb von Natur aus auf die kalten Monate vorbereitet. Zu den winterharten Margeriten gehören unter anderem die Magerwiesen- sowie die Fettwiesen-Margerite. Diese beiden gebräuchlichen Sorten überstehen auch äußerst niedrige Temperaturen im Beet. Die Alpenmargerite wächst sogar auf Schneeböden und in Schluchten der subalpinen bis alpinen Höhen. Daher kann sie mühelos auch heimische Winter überstehen.

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Das trifft jedoch nicht auf alle Strauchmargeriten zu. Diese wachsen in südlicheren Breitengraden und sind daher höhere Temperaturen gewohnt. Einige von ihnen können auch hierzulande im Garten überwintern oder sind auf einen Winterschutz angewiesen. Manche Sorten können etwas Frost bis zu -5 °C aushalten, während andere bei dauerhaften Minusgraden ins Haus müssen.
Sorten wie die Marokkanische Margerite oder die Bunte Margerite sollten den Winter nicht im Freien verbringen. Ebenso verhält es sich bei Margeriten, die nicht im Beet, sondern im Topf überwintern. Diese vertragen keine dauerhaften Minusgrade.
Wie sollten Margeriten im Garten überwintern?
Gehört die Margerite zu den winterharten Sorten, dann muss nichts weiter unternommen werden. In der Regel vertragen sie Temperaturen bis zu -5 °C ohne Probleme, solange die Temperaturen nicht dauerhaft unter dieses Niveau fallen. Somit macht auch ein kurzer Nachtfrost ihnen wenig aus. Am besten befindet sich das Beet jedoch an einem windgeschützten Standort im Garten.
Strauchmargeriten und andere, weniger winterharte Sorten schaffen es mit einer Abdeckung aus Jute oder Pflanzenvlies durch den Winter. Bei einem besonders harten, langen Winter bietet sich dieser Schutz auch bei winterfesten Margeriten an.

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Auf die Überwinterung vorbereiten
Um den Margeriten das Überwintern zu erleichtern, sollten sie ab Ende August keinen Dünger mehr erhalten. Dadurch stellen sie das Triebwachstum ein und bereiten sich stattdessen auf die kalte Jahreszeit vor. Während dieser Zeit bilden die Margeriten ausgereifte Triebe aus, welche besser gegen niedrige Temperaturen geschützt sind. Sollten währenddessen einige Pflanzenteile vertrocknen oder verwelken, dann können diese entfernt werden. Zudem sollte die Pflanze auf Schädlinge untersucht werden.
Weiterhin bietet sich das Zuschneiden der nicht-winterharten Pflanzen an. Diese Maßnahme sollte sich jedoch auf das Nötigste beschränken. Das Zurechtschneiden im großen Stil bietet sich eher im Frühjahr an.
Worauf sollte man achten?
Das Zurechtschneiden bietet sich übrigens auch für jene Pflanzen an, welche den Winter im Garten verbringen werden. Dabei sollten sie auf 10 bis 15 cm über den Boden zurechtgeschnitten werden. Es hilft weiterhin, den Boden um die Margeriten herum mit Laub und Tannenzweigen zu bedecken. Damit sind die Wurzeln besser gegen Frost geschützt.
Auch im Garten und im Winter benötigen die Margeriten gelegentlich Wasser. Sie sollten jedoch nur an frostfreien Tagen etwas gegossen werden. Das soll lediglich das Austrocknen verhindern. Regelmäßiges Gießen ist nicht notwendig und kann zu Staunässe führen.

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Bei winterharten Margeriten kann es eine gute Idee sein, sie aus dem Beet zu graben. Denn der Regen kann ihnen den Winter über viel Schaden verursachen. Dann sollten sie in einen Topf umgepflanzt und an einen gut geschützten Platz gebracht werden. Dazu bieten sich unter anderem Überdachungen oder Häuserwände an. Gelegentlich sollten sie dennoch gegossen werden.
Topf-Margeriten überwintern lassen
Margeriten im Topf brauchen über den Winter besonders viel Sorgfalt. Das liegt unter anderem an der Erde im Topf. Die Wurzeln der Pflanze sind aufgrund der geringen Menge an Erde schlechter gegen Frost und niedrige Temperaturen geschützt.
Beim Zurückschneiden kann es durchaus etwas mehr sein. Dabei kann die Margerite um zwei Drittel kürzer werden. Das Zurückschneiden sollte spätestens im Herbst erfolgen. Der Topf sollte dann an einem kühlen, aber frostfreien Platz in der Wohnung aufbewahrt werden. Ideal sind Orte mit Temperaturen von 5 bis 10 °C. Zu viel geheizt sollte hier nicht werden. Die Pflanze braucht weiterhin Licht, sollte also nicht im Dunkeln stehen. Frische Luft hilft der Pflanze ebenfalls bei der Überwinterung.
Bezüglich Wasser ist die Margerite über den Winter genügsam. Die Erde kann etwas trocken sein, bevor der Topf gegossen werden sollte. Viel Wasser braucht sie nicht und Staunässe sollte auf jeden Fall vermieden werden, um nicht die Schimmelbildung zu begünstigen. Weiterhin sollte die Pflanze regelmäßig auf abfallende, welke Blätter überprüft werden.