Wie funktioniert ein Lamellendach? Die bioklimatische Pergola einfach erklärt

von HausBlogRedaktion

Von unten sieht ein Lamellendach aus wie eine Jalousie, die waagerecht über der Terrasse liegt. Genau so funktioniert es auch: Statt fester Platten bilden bewegliche Aluminiumlamellen die Dachfläche. Je nach Stellung lassen sie Sonne und Luft hinein oder schließen das Dach gegen Regen. Im Handel heißt diese Bauart häufig „bioklimatische Pergola“.

Was passiert, wenn sich die Lamellen drehen?

Alle Lamellen drehen sich gemeinsam um ihre Längsachse. Leicht angestellt, werfen sie Schatten und lassen warme Luft trotzdem nach oben entweichen. Weit geöffnet, sitzen Sie fast unter freiem Himmel. Geschlossen liegen die Lamellen dicht aneinander und bilden eine durchgehende Dachfläche. Dazwischen ist jede Stellung möglich. Das Dach richtet sich nach dem Wetter, nicht umgekehrt.

Wohin fließt der Regen?

Bei geschlossenem Dach läuft das Wasser über kleine Rinnen in den Lamellen in einen umlaufenden Rahmen. Von dort wird es meist durch die Stützen nach unten geleitet. Für den Untergrund bedeutet das: Am Fuß der Pfosten kommt bei Regen Wasser an. Dafür braucht es einen geplanten Ablauf, sonst steht es auf der Terrasse.

Und im Winter?

Im Winter bleibt das Dach in der Regel geschlossen. Wie viel Schnee es tragen kann, hängt vom Modell ab. Wie viel es tragen muss, hängt vom Standort ab: In schneereichen Regionen wird anders gerechnet als im Flachland. Lassen Sie sich die zulässige Belastung vom Hersteller nennen und vergleichen Sie sie mit der Schneelastzone Ihres Wohnorts. Ist das Dach nach einer Frostnacht vereist, öffnen Sie die Lamellen besser erst, wenn das Eis getaut ist.

Wie wird das Dach bedient?

Die meisten Systeme laufen elektrisch und werden per Fernbedienung oder App gesteuert. Viele Hersteller bieten zusätzlich Regensensoren an, die das Dach bei einem Schauer selbständig schließen. Oft lassen sich Beleuchtung und seitliche Screens in dieselbe Steuerung einbinden. Beim polnischen Hersteller Aluschutz zum Beispiel wird die bioklimatische Pergola EXCLUSIVE per Fernbedienung oder App bedient, und die seitlichen Screen-Rollos steuern die Pergola gleich mit. Montiert wird sie wahlweise an der Hauswand oder frei stehend.

Für wen lohnt sich ein Lamellendach?

Sinnvoll ist es vor allem auf Süd- und Westterrassen, die im Sommer stark aufheizen, und überall dort, wo Sonnen- und Regenschutz auf einem Dach vereint sein sollen. Die Bauart hat aber ihren Preis. Motor, Lager und Entwässerung stecken in der Tragkonstruktion, deshalb kostet ein Lamellendach spürbar mehr als ein festes Glasdach. Mehr Technik bedeutet außerdem mehr Wartung: Abläufe und Lager sollten regelmäßig kontrolliert werden. Wer nur gelegentlich Schutz vor Regen sucht, ist mit einem festen Dach günstiger bedient.

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