Arbeitest du zu Hause regelmäßig mit Holz? Dann merkst du wahrscheinlich schnell, dass nicht jede Säge für jede Arbeit geeignet ist. Eine MDF-Platte erfordert eine andere Vorgehensweise als ein dicker Balken oder eine Möbelplatte, in die ein Profil gefräst werden soll. Das verwendete Werkzeug hat großen Einfluss darauf, wie präzise und sauber das Ergebnis am Ende wird.
Dabei geht es nicht nur um die Maschine selbst. Auch das gewählte Sägeblatt oder der Fräser, die Holzart und die Bearbeitungsrichtung spielen eine Rolle. Informiere dich deshalb vorab gut über diese Punkte, damit du bei der Arbeit möglichst direkt und ohne unnötige Korrekturen vorankommst.
Kreissäge für lange und gerade Schnitte
Für gerade Schnitte ist eine Kreissäge eine naheliegende Wahl. Mit einer Handkreissäge lassen sich Bretter, Plattenmaterial und Balken relativ schnell auf Maß sägen. Bei großen Platten wird häufig eine Führungsschiene verwendet, damit die Säge sauber entlang einer festen Linie geführt werden kann. Musst du viele Sägearbeiten durchführen? Dann kann auch eine Tischkreissäge sinnvoll sein. Dabei wird das Material entlang eines Parallelanschlags durch die Maschine geführt. Das ist besonders praktisch, wenn mehrere Teile auf dieselbe Breite zugeschnitten werden sollen.
Die richtige Einstellung bleibt dabei wichtig. Die Schnitttiefe sollte etwas größer eingestellt werden als die Dicke des Materials. Auch der Durchmesser und die Anzahl der Zähne des Sägeblatts müssen zur Maschine und zum zu bearbeitenden Material passen.
Stichsäge für Kurven und Ausschnitte
Eine Stichsäge kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn gerade Schnitte allein nicht ausreichen. Mit dem schmalen Sägeblatt lassen sich Kurven, Rundungen und Ausschnitte herstellen, die mit einer Kreissäge kaum möglich wären. Ein typisches Beispiel ist ein Ausschnitt in einer Holzplatte oder das Aussägen einer geschwungenen Form. Wie sauber der Schnitt wird, hängt stark vom verwendeten Sägeblatt ab.
Für schnelles Arbeiten in Weichholz kann ein gröberes Blatt geeignet sein. Bei Plattenmaterial, Hartholz oder Arbeiten, bei denen eine saubere Schnittkante wichtig ist, eignet sich meist ein feiner verzahntes Blatt besser. Auch der Pendelhub der Maschine hat Einfluss auf das Ergebnis. Ein hoher Pendelhub erhöht zwar die Schnittgeschwindigkeit, sorgt in der Regel aber auch für einen gröberen Schnitt.
Das richtige Sägeblatt oder den passenden Fräser wählen
Eine gute Maschine bringt wenig, wenn das falsche Schneidwerkzeug verwendet wird. Die Wahl von Sägeblättern und Fräsern für die Holzbearbeitung hängt deshalb vom Material, der gewünschten Oberflächenqualität und der Art der Bearbeitung ab.
Bei Kreissägeblättern spielen unter anderem die Anzahl der Zähne, die Zahnform und der Zahnwinkel eine Rolle. Für Längsschnitte in Massivholz wird häufig ein Blatt mit vergleichsweise wenigen Zähnen eingesetzt. Die größeren Spanräume können die entstehenden Holzspäne leichter abführen. Für Querschnitte oder Plattenmaterial wird meist ein feiner verzahntes Blatt gewählt, um eine sauberere Schnittkante zu erhalten.
Bei Fräsern gilt ein ähnliches Prinzip. Ein Nutfräser erfüllt eine andere Aufgabe als ein Kanten- oder Profilfräser. Achte dabei auf die Form des Fräsers, den Schaftdurchmesser, die Schneidenlänge und darauf, für welches Material der Fräser geeignet ist.
Oberfräse für Nuten und Kanten
Während eine Säge das Material in einzelne Teile trennt, wird eine Oberfräse vor allem eingesetzt, um gezielt Material abzutragen. Damit lassen sich Nuten herstellen, Kanten abrunden oder Profile anbringen. Eine Oberfräse kann von Hand entlang einer Führung oder Schablone bewegt werden. Bei Arbeiten, die häufig wiederholt werden müssen, kann ein Frästisch praktischer sein. Das Werkstück wird dabei am Fräser entlanggeführt, wodurch identische Bearbeitungen einfacher ausgeführt werden können.
Auch die Wahl des Fräsers spielt dabei eine große Rolle. Bei Cuttools sind verschiedene Fräser und andere Schneidwerkzeuge für unterschiedliche Anwendungen in der Holzbearbeitung erhältlich. Welcher Fräser geeignet ist, hängt unter anderem vom gewünschten Profil, der Bearbeitungstiefe und dem verwendeten Material ab.
Auch die Einstellung der Drehzahl ist wichtig. Ein Fräser mit großem Durchmesser erfordert in der Regel eine niedrigere Drehzahl als ein kleiner Fräser. Zu viel Material in einem einzigen Arbeitsgang abzutragen, ist ebenfalls meist keine gute Idee. Tiefe Nuten werden deshalb häufig in mehreren Durchgängen gefräst.