Fensterbank verbreitern: So gelingt die praktische Erweiterung

von HausBlogRedaktion
fensterbank ausmessen

Fensterbänke sind in jedem Zuhause ein echter Hingucker – sie bieten Platz für Pflanzen, Deko, Bücher oder dienen als gemütlicher Sitzplatz. Doch oft sind die vorhandenen Fensterbänke zu schmal, um all diese Möglichkeiten auszuschöpfen.

Die gute Nachricht: Eine Fensterbank zu verbreitern ist mit etwas handwerklichem Geschick und den richtigen Materialien gar nicht so schwer. In diesem Artikel erfährst du, warum eine breitere Fensterbank sinnvoll ist, welche Möglichkeiten es zur Verbreiterung gibt und wie du Schritt für Schritt vorgehst.

Warum die Fensterbank verbreitern?

Bevor wir uns den praktischen Tipps widmen, lohnt sich ein Blick auf die Vorteile einer breiteren Fensterbank:

  • Mehr Platz für Pflanzen und Deko: Gerade in kleinen Räumen kann eine verbreiterte Fensterbank als zusätzliche Ablagefläche genutzt werden.
  • Gemütlicher Sitzplatz: Besonders in Altbauten oder bei bodentiefen Fenstern kann eine breite Fensterbank zu einer kleinen Sitznische werden – perfekt zum Lesen oder Entspannen.
  • Optische Aufwertung: Eine großzügige Fensterbank wirkt oft hochwertiger und kann gezielt als Gestaltungselement eingesetzt werden.
  • Funktionalität: Mehr Platz bedeutet auch mehr Möglichkeiten – ob als Arbeitsplatz, Bücherregal oder für Küchenkräuter.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Es gibt verschiedene Wege, eine Fensterbank zu verbreitern. Die Wahl hängt davon ab, wie viel Platz du gewinnen möchtest, welches Material du bevorzugst und wie dauerhaft die Lösung sein soll.

1. Aufsatz aus Holz oder MDF

Die einfachste und flexibelste Methode ist ein Aufsatz aus Holz oder MDF-Platte. Diese Variante eignet sich besonders für Mietwohnungen, da sie rückstandslos wieder entfernt werden kann.

Vorteile:

  • Schnell und einfach umsetzbar
  • Günstig in der Anschaffung
  • Individuell anpassbar (Lackieren, Beizen, Bekleben)

So geht’s:

  • Miss die vorhandene Fensterbank aus und plane die gewünschte Überstandstiefe (meist reichen 5–15 cm).
  • Lass dir im Baumarkt eine Platte in der passenden Größe zuschneiden.
  • Die Platte kann einfach auf die bestehende Fensterbank gelegt und ggf. mit doppelseitigem Klebeband oder Klettpunkten fixiert werden.
  • Für mehr Stabilität kannst du an der Unterseite der Platte kleine Leisten anbringen, die die Platte an Ort und Stelle halten.

2. Austausch der Fensterbank

Wer eine dauerhafte Lösung sucht, kann die alte Fensterbank komplett durch eine breitere ersetzen. Das ist besonders bei Renovierungen oder Neubauten sinnvoll.

Vorteile:

  • Sehr stabil und hochwertig
  • Viele Materialien möglich (Naturstein, Holz, Kunststoff)
  • Individuelle Gestaltung

So geht’s:

  • Die alte Fensterbank vorsichtig entfernen (meist nur eingeklebt oder verschraubt).
  • Neue Fensterbank in gewünschter Breite im Fachhandel oder Baumarkt besorgen.
  • Die neue Fensterbank einsetzen, ausrichten und mit Bauschaum, Montagekleber oder Schrauben befestigen.
  • Fugen mit Silikon abdichten.

3. Fensterbank-Verbreiterung durch Aufdopplung

Hierbei wird die bestehende Fensterbank durch eine zweite Platte „aufgedoppelt“. Das sorgt für mehr Tiefe und eine optisch ansprechende Kante.

Vorteile:

  • Optisch sehr ansprechend
  • Zusätzliche Stabilität
  • Verschiedene Materialien kombinierbar

So geht’s:

  • Eine passende Platte (z.B. Holz, MDF oder Stein) zuschneiden lassen.
  • Platte auf die vorhandene Fensterbank aufkleben oder verschrauben.
  • Kanten ggf. mit einer Blende verkleiden, um einen sauberen Abschluss zu erzielen.
fensterbank mit holz verbreitern

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Schritt-für-Schritt-Anleitung: Fensterbank mit Holzplatte verbreitern

Hier zeigen wir dir die beliebteste Methode – die Verbreiterung mit einer Holzplatte:

1. Material und Werkzeug besorgen:

  • Holz- oder MDF-Platte (je nach gewünschter Optik)
  • Maßband und Bleistift
  • Säge (falls du die Platte selbst zuschneidest)
  • Schleifpapier
  • Farbe, Lack oder Öl (optional)
  • Doppelseitiges Klebeband oder Klettpunkte
  • Schrauben und Akkuschrauber (für dauerhafte Befestigung)

2. Maße nehmen:

  • Miss die Länge und Tiefe der vorhandenen Fensterbank aus.
  • Überlege, wie weit die neue Platte überstehen soll – zu viel Überstand kann instabil wirken.

3. Platte zuschneiden und vorbereiten:

  • Lass die Platte im Baumarkt zuschneiden oder säge sie selbst zurecht.
  • Runde die Ecken leicht ab, um Verletzungen zu vermeiden.
  • Schleife die Kanten und Flächen glatt.

4. Oberfläche gestalten:

  • Je nach Geschmack kannst du die Platte lackieren, ölen oder beizen.
  • Lass die Oberfläche gut trocknen.

5. Befestigung:

  • Lege die Platte auf die bestehende Fensterbank.
  • Fixiere sie mit doppelseitigem Klebeband oder (bei festen Fensterbänken) mit Schrauben.
  • Prüfe den Sitz und die Stabilität.

6. Dekorieren:

  • Jetzt kannst du deine neue, breite Fensterbank nach Herzenslust mit Pflanzen, Kissen oder Deko gestalten!

Worauf solltest du achten?

  • Heizkörper darunter: Viele Fensterbänke befinden sich über Heizkörpern. Die Verbreiterung sollte die Luftzirkulation nicht zu stark behindern.
  • Fensterflügel: Prüfe, ob das Fenster sich noch problemlos öffnen lässt!
  • Materialauswahl: Wähle ein Material, das zur restlichen Einrichtung passt und feuchtigkeitsbeständig ist – besonders im Badezimmer oder in der Küche.
  • Belastbarkeit: Achte darauf, dass die Konstruktion stabil genug ist, besonders wenn du die Fensterbank als Sitzplatz nutzen möchtest.

Fazit

Eine Fensterbank zu verbreitern ist ein unkompliziertes Do-it-yourself-Projekt, das mit wenig Aufwand für mehr Platz, Komfort und Stil sorgt. Ob als Aufsatz, Austausch oder Aufdopplung – mit den richtigen Materialien und etwas handwerklichem Geschick kannst du deine Fensterbank individuell an deine Bedürfnisse anpassen. So wird aus einer schmalen Ablage im Handumdrehen ein echtes Wohnhighlight!

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