Pflanzsteine setzen ohne Beton: Darauf muss man achten

von HausBlogRedaktion
pflanzsteine

Pflanzsteine, auch als Garten- oder Böschungssteine bekannt, erfreuen sich großer Beliebtheit in vielen Gärten. Sie sind vielseitig einsetzbar – als Hangbefestigung, dekorative Beeteinfassung oder sogar als kleine Kräutermauer. Viele denken dabei sofort an schwere Betonfundamente, um für ausreichend Stabilität zu sorgen.

Das ist aber nicht immer nötig: Pflanzsteine lassen sich oft auch ohne Beton sicher und langfristig einsetzen. In diesem Artikel erfährst du, wie das funktioniert, worauf du achten solltest und welche Vorteile diese Methode bietet.

Warum sollte man Pflanzsteine ohne Beton setzen?

Das Setzen der Steine ohne Beton spart nicht nur Zeit und Kosten, sondern ist auch umweltfreundlicher. Besonders im Privatgarten reicht es in vielen Situationen vollkommen aus, die Steine einfach im Erdreich zu verankern. Außerdem bleibt der Boden unter den Steinen wasserdurchlässig – Staunässe wird vermieden, und Pflanzen rund um die Steine profitieren von einem gesunden Bodenklima. Flexible Bauweisen ermöglichen zudem ein spätes Versetzen oder Umpflanzen der Steine, falls sich der Garten einmal verändern soll.

Die richtige Vorbereitung: Untergrund, Planung und Materialwahl

Auch wenn auf Beton verzichtet wird, ist ein fester und gut vorbereiteter Untergrund das A und O für ein langlebiges Ergebnis. Am besten funktioniert das Setzen ohne Beton, wenn der Boden tragfähig und nicht zu feucht oder locker ist.

Schritt 1: Planung und Ausmessen

Bestimme, wo die Pflanzsteine stehen sollen. Markiere die gewünschte Linie oder den Bogen mit einer gespannten Schnur oder Sand. Bei Böschungen sollte die Mauer leicht nach hinten geneigt werden.

Schritt 2: Materialliste

  • Pflanzsteine (z. B. aus Beton oder Naturstein)
  • Schotter oder Kies (als Drainageschicht)
  • Sand (für die Bettung)
  • Arbeitswerkzeuge: Spaten, Gummihammer, Wasserwaage, Schnur, Schaufel

Schritt 3: Untergrund vorbereiten

Hebe einen Graben aus, der etwa 20–30 cm tief und so breit wie die Pflanzsteine ist. Entferne Erde, Wurzelreste und große Steine. Je tragfähiger der Untergrund, desto stabiler stehen später die Steine.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Pflanzsteine ohne Beton setzen

  1. Drainageschicht anlegen
    Fülle den Aushub etwa 10–15 cm hoch mit grobem Schotter oder Kies auf. Das verhindert Staunässe und sorgt für einen festen Sitz der Steine.
  2. Sandbett einrichten
    Verteile etwa 5 cm Spielsand oder Brechsand über dem Schotter und ziehe die Fläche mit einer Latte oder einem Brett glatt. Diese Schicht kannst du leicht ausrichten, um die erste Steinreihe exakt zu platzieren.
  3. Erste Steine setzen
    Setze die erste Pflanzsteinreihe in das Sandbett – sie ist das Fundament für alle folgenden Reihen. Richte jeden Stein mit der Wasserwaage sorgfältig aus und klopfe sie vorsichtig mit dem Gummihammer fest. Prüfe regelmäßig die Ausrichtung, damit keine schiefe Mauer entsteht.
  4. Weitere Reihen aufbauen
    Sind mehrere Steinreihen geplant, beginne ab der zweiten Reihe mit Versatz (vergleichbar einer Mauer). Das erhöht die Stabilität. Fülle die Pflanzsteine direkt beim Aufbau mit Erde oder Substrat – das Eigengewicht der gefüllten Steine sorgt zusätzlich für Standfestigkeit.
  5. Hinterfüllen und Verdichten
    Fülle Erde oder humusreiches Substrat hinter die Pflanzsteine. Leichtes Verdichten mit dem Spaten verhindert Hohlräume.
  6. Bepflanzen
    Die Steine sind sofort bereit für die Bepflanzung! Besonders beliebt sind Polsterstauden, Kräuter oder auch Hängepflanzen, die sich gut in die Fugen einfügen.

Tipps für die Praxis

  • Bei Hanglagen immer leicht nach hinten kippen („Anlehnen“ an den Hang).
  • Keine großen Lasten oder hohe Mauern ohne Beton-Fundament – für niedrige Mauern bis ca. 1 Meter reicht meist die beschriebene Methode.
  • Achte auf hochwertige Steine und eine gute Drainageschicht, um Frostschäden zu vermeiden.
  • Pflanzen in den Steinen unterstützen die Standfestigkeit durch ihr Wurzelwerk langfristig.

Fazit

Das Setzen von Pflanzsteinen ohne Beton ist bei Beeten, Böschungen und kleinen Mauern eine stabile, kostengünstige und ökologisch vorteilhafte Methode – vorausgesetzt, der Untergrund ist sorgfältig vorbereitet. So lassen sich mit etwas Geschick und Planung schnell grüne Oasen, Hangbefestigungen oder Beeteinfassungen gestalten.

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