Selber streichen oder den Profi rufen? Eine Entscheidungshilfe für Hausbesitzer

von HausBlogRedaktion

Die Verlockung des Selbermachens

Viele Hausbesitzer stehen vor der Entscheidung, ob sie Malerarbeiten selbst durchführen oder einen Fachbetrieb beauftragen sollen. Die Aussicht, Geld zu sparen und stolz auf die eigene Leistung zu sein, motiviert viele zum Selbermachen. Baumärkte locken mit günstigen Farben, Pinseln und Anleitungen, die suggerieren, dass Streichen kinderleicht sei. Doch die Realität sieht oft anders aus. Was zunächst als Wochenendprojekt geplant war, entwickelt sich nicht selten zu einer wochenlangen Baustelle.

Die vermeintliche Ersparnis schmilzt dahin, wenn mehrere Farbschichten nötig werden, Abdeckmaterial nachgekauft werden muss oder Werkzeuge angeschafft werden, die nur einmal zum Einsatz kommen. Zudem unterschätzen viele den zeitlichen Aufwand erheblich. Professionelle Maler arbeiten nicht nur schneller, sondern auch systematischer. Sie kennen die richtigen Techniken für verschiedene Untergründe und wissen, welche Vorarbeiten wirklich notwendig sind. Die Erfahrung zeigt, dass selbst scheinbar einfache Streicharbeiten ihre Tücken haben und ohne entsprechendes Know-how schnell zu unbefriedigenden Resultaten führen können.

Typische DIY-Fallstricke beim Streichen

Wer selbst zum Pinsel greift, tappt häufig in typische Fallen. Ein klassischer Fehler ist die mangelhafte Untergrundvorbereitung. Alte Anstriche werden nicht ausreichend abgeschliffen, Löcher und Risse nur oberflächlich gespachtelt. Das Ergebnis zeigt sich spätestens nach dem ersten Anstrich: Unebenheiten scheinen durch, die Farbe haftet nicht richtig oder blättert bereits nach kurzer Zeit ab. Auch die Farbauswahl birgt Tücken. Was auf dem kleinen Farbfächer im Baumarkt gefällt, wirkt an der großen Wand oft völlig anders. Lichtverhältnisse, Raumgröße und vorhandene Einrichtung beeinflussen die Farbwirkung erheblich.

Profis arbeiten mit größeren Mustern und berücksichtigen diese Faktoren von Anfang an. Besonders problematisch wird es bei speziellen Untergründen wie Rigips, Holz oder bereits mehrfach gestrichenen Wänden. Hier sind Fachwissen und Erfahrung gefragt, um die richtigen Grundierungen und Farben auszuwählen. Häufig werden auch Trocknungszeiten nicht eingehalten, was zu Schlierenbildung und ungleichmäßiger Farbdeckung führt. Die richtige Streichrichtung und gleichmäßiger Farbauftrag erfordern Übung und Geschick.

Der wahre Preis von Eigenleistung

Bei der Kostenkalkulation für Malerarbeiten vergessen viele Heimwerker wichtige Posten. Neben Farbe und Pinseln summieren sich Ausgaben für Abdeckfolie, Malerkrepp, Spachtelmasse, Schleifpapier und eventuell neue Werkzeuge schnell auf mehrere hundert Euro. Hinzu kommt der Wert der eigenen Arbeitszeit, die bei einem Stundenlohn berechnet oft unterschätzt wird. Wenn das Ergebnis nicht zufriedenstellend ausfällt, entstehen zusätzliche Kosten. Nachbesserungen erfordern erneuten Materialeinsatz und Zeit.

Im schlimmsten Fall muss doch noch ein Fachbetrieb beauftragt werden, der zunächst die Fehler der Eigenleistung korrigieren muss – was teurer wird als eine direkte Beauftragung. Auch indirekte Kosten spielen eine Rolle: Räume sind während der Arbeiten nicht nutzbar, Möbel müssen umgeräumt oder eingelagert werden. Professionelle Betriebe arbeiten deutlich schneller und minimieren diese Beeinträchtigungen. Die vermeintliche Ersparnis relativiert sich bei genauer Betrachtung erheblich. Zudem bleibt der emotionale Stress unberücksichtigt, der durch missglückte Projekte und zeitliche Überlastung entsteht.

Wann professionelle Expertise unverzichtbar ist

Bestimmte Situationen erfordern zwingend fachkundige Unterstützung. Bei Schimmelbefall oder Feuchtigkeitsschäden reicht es nicht, einfach darüber zu streichen. Hier müssen zunächst die Ursachen beseitigt und spezielle Grundierungen aufgetragen werden. Falsche Behandlung kann gesundheitliche Risiken bergen und das Problem sogar verschlimmern. Auch bei denkmalgeschützten Gebäuden oder historischen Altbauten ist Expertenwissen gefragt. Spezielle Putze und Farben müssen verwendet werden, um die Bausubstanz nicht zu schädigen.

Ein Maler mit Erfahrung aus Traunstein kennt die regionalen Besonderheiten und arbeitet mit bewährten Materialien. Hochwertige Techniken wie Spachteltechniken, Lasuren oder Wandgestaltungen mit Strukturputz erfordern jahrelange Übung. Was Profis mühelos gelingt, endet bei Laien oft in einem kostspieligen Desaster. Gerade bei repräsentativen Räumen oder wenn ein Verkauf der Immobilie ansteht, zahlt sich professionelle Qualität aus. Auch bei Arbeiten in großer Höhe oder an schwer zugänglichen Stellen ist das entsprechende Equipment und die Erfahrung von Fachleuten unverzichtbar.

Die Vorteile einer professionellen Ausführung

Fachbetriebe bringen nicht nur handwerkliches Können mit, sondern auch umfassende Beratung. Sie erkennen Problemstellen, die Laien übersehen, und empfehlen die optimalen Materialien für jeden Untergrund. Moderne Maltechniken und hochwertige Farben sorgen für langlebige Ergebnisse, die jahrelang überzeugen. Professionelle Maler arbeiten sauber und effizient. Sie verfügen über das richtige Equipment, von Spritzgeräten bis zu speziellen Abdecksystemen. Die Arbeiten werden termingerecht abgeschlossen, ohne dass der Alltag wochenlang beeinträchtigt wird. Zudem übernehmen sie die fachgerechte Entsorgung von Altmaterialien.

Ein weiterer Vorteil ist die Gewährleistung. Seriöse Betriebe stehen für ihre Arbeit ein und bessern eventuelle Mängel kostenlos nach. Diese Sicherheit hat man bei Eigenleistung nicht. Auch versicherungstechnisch ist man auf der sicheren Seite, falls während der Arbeiten Schäden entstehen sollten. Die Investition in Qualität zahlt sich langfristig aus. Professionelle Ergebnisse steigern zudem den Wert der Immobilie und tragen zu einem angenehmen Wohnklima bei.

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