Einige Mietwohnungen sind mit Elektroheizungen ausgestattet. Insbesondere bei großen und schlecht gedämmten Gebäuden verursachen diese Heizungen hohe Stromkosten. Ideal geeignet sind Elektroheizungen hingegen für kleine Räume und energieeffiziente Häuser.
Besonders wichtig ist es, einen passenden und günstigen Stromtarif für diese Art des Heizens auszuwählen. Außerdem sollte man als Eigentümer beziehungsweise als Vermieter auf moderne, effiziente und leistungsstarke Geräte setzen. Des Weiteren sind sind Infrarot-Modelle zu empfehlen. Bei technischen Mängeln am Heizsystem ist der Vermieter verpflichtet, Nachbesserungen vorzunehmen. Der Mieter steht wiederum in der Pflicht, durch Stoßlüften und sachgemäßen Betrieb, die Heizkosten nicht ausufern zu lassen. Dieser Beitrag informiert Sie ausführlich über die Eigenschaften von Elektroheizungen sowie ihre Vor- und Nachteile für Mietwohnungen.
Was sollten Mieter bei einer Elektroheizung beachten?
Als Mieter sollten Sie auf Qualität, Effizienz und volle Funktionsfähigkeit der vorhandenen Heizung achten. Wenn Mängel festgestellt werden, ist die Elektroheizung zu überprüfen und gegebenenfalls zu modernisieren. Wenn eine Kaltmiete vereinbart wurde, steht es Mietern frei, einen passenden Stromtarif zu wählen. Da eine Elektroheizung vor allem bei kühlen Wintern einen hohen Stromverbrauch hat, sind Tarifvergleich und Tarifwechsel erforderlich, um die Kosten in Grenzen zu halten. Heizlüfter erweisen sich vor allem in großen Räumen als ineffizient. Empfehlenswert sind hingegen Radiatoren mit Wärmespeicher und Infrarotheizungen. Für Nachtspeicheröfen können günstige Nachtstromtarife genutzt werden.
Raumklima und Dämmung in die Mietwohnung
Als Grundverbrauch muss man bei einer Elektroheizung mit 60 bis 100 Watt pro Quadratmeter rechnen. Mehrere kleine Geräte sind in der Lage, die Wärme besser zu verteilen. Legen Sie Wert auf eine gute Dämmung. Sie stellt sicher, dass wenig Heizenergie ungenutzt entweicht und senkt somit Stromverbrauch und Kosten. Zudem sollte man die Heizkörper an geeigneten Stellen im Raum anbringen und sie nicht mit Vorhängen oder Möbeln verstellen. Um Schimmel vorzubeugen und die richtige Luftfeuchtigkeit zu schaffen, ist regelmäßiges Stoßlüften wichtig. Hier einige Tipps zu Elektroheizungen auf einen Blick:
- Infrarotheizungen oder Radiatoren mit Wärmespeicher nutzen
- Heizkörper nicht mit Vorhängen oder Möbeln verstellen
- regelmäßiges Stoßlüften
- Stromtarife vergleichen und günstigen Nachtstrom nutzen
- für eine gute Gebäudedämmung sorgen
- mehrere kleine Heizkörper verwenden
- technischen Zustand der Heizung regelmäßig überprüfen
Wann und wo lohnt sich eine Elektroheizung?
Als Zentralheizung für die gesamte Wohnung sind Elektroheizungen im Zeitalter hoher Energiekosten wenig geeignet. Sie können aber als Ergänzung oder kurzfristige Notlösung Sinn machen. Wenn man für Ferienwohnungen oder für kleine Wohneinheiten keine Öl- oder Gaszentralheizung anschaffen möchte, sind moderne Elektroheizkörper durchaus eine Alternative. In kleinen und gut gedämmten Räumen lassen sie sich effizient nutzen.

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Verschiedene Arten im Überblick
Man unterscheidet bei Elektroheizungen zwei verschiedene Bauarten. Eine Direktheizung gibt die erzeugte Wärme unmittelbar in den Raum ab. Eine Speicherheizung speichert hingegen die Wärme und gibt sie über den ganzen Tag verteilt ab. Darüber hinaus existieren unterschiedliche technische Ausführungen. Konvektoren erwärmen die Raumluft durch Wärmestrahlung. Sie saugen kalte Luft vom Boden an, heizen sie auf und reichen die erzeugte Wärme an die Raumluft weiter. Die warme Luft steigt auf, kühlt ab und fällt wieder herab. Daraus ergibt sich eine dauerhafte Luftzirkulation.
Radiatoren bilden dagegen ein geschlossenes Heizsystem. Sie sind zumeist mit Öl befüllt, das über Heizstäbe erwärmt wird. Ein Lüfter verteilt die Wärme im Raum gleichmäßig. Eine Infrarotheizung erwärmt nicht die Raumluft, sondern Objekte im Raum. Diese Wand- und Deckenheizungen sind besonders effizient, ihre Art der Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung ist jedoch gewöhnungsbedürftig. Eine weitere Art der Elektroheizung ist die Fußbodenheizung. Sie ist auch als Sockelheizung erhältlich, bei der nicht der Fußboden erwärmt wird. Vielmehr steigt die Wärme an den Wänden auf.
Hier ein Überblick über die verschiedenen Arten von Elektroheizungen:
- Radiator
- Heizlüfter
- Kovektoren
- Infrarotheizung
- Fußboden- und Sockelheizungen
Mit welchen Kosten muss man rechnen?
Bei einer Elektroheizung hängen die Heizkosten von vielen verschiedenen Faktoren ab: Die Art der Heizung, die Größe der Räume, der Stromtarif und die Gebäudedämmung. Während die Anschaffungskosten recht günstig sind und sich die Installation als einfach erweist, ist das Heizen mit Strom auf Dauer teurer als Öl, Gas oder Pellets. Im Dauerbetrieb und bei größeren Gebäuden entsteht ein hoher Stromverbrauch von rund 13.000 Kilowattstunden jährlich. Selbst bei einem günstigen Stromtarif von 30 Cent pro Kilowattstunde ergeben sich Stromkosten von 3.900 Euro im Jahr. Eine Öl- oder Gasheizung erzeugt hingegen Heizkosten von rund 1.300 Euro jährlich.
Was sind die Vorteile?
Die Effizienz und die Ökobilanz von Elektroheizungen lassen sich durch den Rückgriff auf Solarenergie und Wärmepumpen deutlich steigern. In diesem Fall treten allerdings weitere Investitionen zur günstigen Anschaffung einer Elektroheizung hinzu. Elektroheizungen zeichnen sich durch ein einfaches und flexibles Handling aus. Sie benötigen wenig Platz und einen sehr geringen Installationsaufwand. Mit einer Elektroheizung ist man unabhängig vom Öl- und Gaspreis. Es entstehen kaum Wartungskosten.
Elektroheizungen in Mietwohnungen: Für Sonderfälle empfehlenswert
Aufgrund der teuren Betriebskosten sind Elektroheizungen für Mietwohnungen nur bedingt empfehlenswert. Allerdings können sie als Zusatzheizung oder für kleine und gut gedämmte Räume durchaus effizient genutzt werden. Als Flächenheizung sollte man Elektroheizungen nur in Kombination mit Solaranlage und Wärmepumpe einsetzen.