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Blauglockenbaum: Warum eine Wurzelsperre sinnvoll ist

Der Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) wird auch als Kaiserbaum oder Kaiser-Paulownie bezeichnet. Weil das Holz des Baumes im Japanischen Kiri heißt, wird hin und wieder auch „Kiri Baum“ als Bezeichnung verwendet. Die eigentliche Heimat der Baumart ist neben China auch Japan, Korea, Nordamerika sowie Europa. Dort wird der Blauglockenbaum als Ziergehölz oder zur Holznutzung kultiviert.

Der schnellwüchsige Baum ist wegen seiner schönen blauen Blüten-Dolden und des herzförmigen Blattwerks sehr beliebt. Er stellt auch keine besonders hohen Ansprüche an Standort und Pflege – bis auf seine Wurzeln: Diese können sich recht aggressiv weit ausbreiten und damit sogar erhebliche Schäden verursachen.

Die Barrierefunktion der Wurzelsperre beim Blauglockenbaum

Eine Wurzelsperre ist eine physische Barriere aus geeignetem Material. Sie hat die Aufgabe, das Wachstum der Wurzeln einzudämmen oder in eine vorbestimmte Richtung zu lenken. Empfehlenswert sind Sperren aus stabilem Kunststoff. Materialien sind Polyethylen (HDPE) oder Polypropylen (PP) mit 0,5 bis 2 mm Stärke. Die Sperre kann rund um den Baum in das Erdreich eingegraben werden und schützt dann benachbarte andere Pflanzen und umliegende Bereiche vor Beschädigungen durch das Wurzelwerk.

Einfach installiert und umweltverträglich

Die Installation der Wurzelsperre gestaltet sich einfach, dazu ist sie fast wartungsfrei. Die Sperren können unterschiedlich dimensioniert und aus verschiedenen Materialien sein. Damit werden sie den unterschiedlichen Anforderungen gerecht. Grundsätzlich ist das genannte Material moderner Wurzelsperren umweltfreundlich. Die Sperre wird das Wachstum und die gesamte Entwicklung des Blauglockenbaums nicht beeinträchtigen. So gilt die Sperre als besonders nachhaltige Lösung zur Eindämmung eines überbordenden Wurzelwachstums und damit einer weitläufigen Ausbreitung des Blauglockenbaums.

Pavlownia-Setzlinge
DiaDia/shutterstock.com

Die Anbringung und Pflege einer Wurzelsperre

Nachdem geklärt ist, warum eine Wurzelsperre zur Eindämmung der schnell wachsenden Wurzeln des Blauglockenbaums sinnvoll ist, geht es nun um die korrekte Anwendung. Alles beginnt mit der Platzierung: Die Wurzelsperre sollte recht eng um den Baum herum platziert werden, um das Wachstum der Wurzeln in eine vorbestimmte Richtung lenken zu können. Es ist wichtig, die Gegebenheiten vor der endgültigen Platzierung auszumessen. Denn der Schutz vor dem übermäßigen Wurzelwachstum soll sicher gewährleistet werden.

Entscheidend ist zudem die Tiefe der Wurzelsperre. Sie sollte tief genug eingegraben werden, um das Wurzelwachstum zu verhindern. Andererseits kann ein zu tiefer Einsatz die Entwicklung des Baums negativ beeinflussen. Am Ende wird die Wurzelsperre mit einer Überlappung sicher zusammengefügt. So können keine Lücken entstehen, durch die Wurzeln dringen können. Regelmäßige Inspektionen einer gesetzten Wurzelsperre sichern ab, dass sie intakt und funktionstüchtig ist. Bei Verschiebungen oder Beschädigungen sollte die Wurzelsperre gleich repariert oder ausgetauscht werden. So wird der notwendige Schutz aufrechterhalten.

Pflege des Blauglockenbaums

Eine korrekt installierte Wurzelsperre verhindert das unerwünschte Ausbreiten der Baumwurzeln. Denn es gilt: Nur wenn das Wurzelwerk gesund ist, ist auch der gesamte Baum gesund. Dann können sich Gärtnerinnen und Gärtner der Pflege ihres Blauglockenbaums widmen. Dazu gehören eine angemessene Bewässerung und ein regelmäßiger Schnitt. Sollten sich nichtsdestotrotz Unsicherheiten zur Installation und Unterhaltung einer Wurzelsperre um den Blauglockenbaum ergeben, kann fachmännischer Rat Abhilfe schaffen. Damit werden optimale Ergebnisse erzielt und Schäden verhindert. Experten können vor Ort recht genau auf die individuellen Gegebenheiten eingehen und das zukünftige Vorgehen empfehlen.